Angelknoten

Doppelter Grinner: Zwei Schnüre mit zwei Teilknoten verbinden

Der doppelte Grinner besteht aus zwei einzelnen Grinnern. Jeder greift um das überlappende Schnurpaar; am Ende schiebst du beide Knotenkörper gegeneinander.

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Zwei Spulen mit glatten orangefarbenen und blauen Angelschnüren und losen Enden neben einer Schere auf Holz
Zwei ungebundene Angelschnüre liegen bereit. Für die Verbindung bekommt jede Seite anschließend ihren eigenen Teilknoten.

So funktioniert die Verbindung

Beim doppelten Grinner bindest du jede Seite einzeln und ziehst die beiden Teilknoten danach zusammen. Das macht die Verbindung, auch Double Uni genannt, gut kontrollierbar. Je nach Materialpaarung verbindest du damit etwa zwei Monofilschnüre oder Geflecht und Vorfach. Die beiden Knotenkörper machen die Verbindung allerdings dicker und können beim Einziehen durch enge Ringe stören.

Das bereitest du vor

Zwei freie unverbundene Monofilschnüre in Orange und Blau, mit Hinweisen zu unbeschädigtem Material und Überlappung
Lass an beiden Enden genug Länge für die eigene Schlaufe und deren Windungen stehen. Die Farben unterscheiden die Schnüre; hier ist noch kein Knoten gelegt.

Leg die Enden großzügig gegeneinander. Auf jeder Seite bleibt genug Länge für eine eigene Schlaufe und deren Windungen. Bei sehr unterschiedlichen Durchmessern oder besonders glattem Geflecht prüfst du die konkrete Kombination gezielt. Eine einzige Windungszahl passt nicht pauschal zu allen Schnüren.

Schritt für Schritt

Lass dir beim ersten Üben Zeit für jeden Durchgang. Kürze die freien Enden erst, wenn die Verbindung richtig sitzt und du sie kontrolliert hast.

  1. Die erste Schlaufe legen
  2. Den ersten Grinner wickeln
  3. Ersten Teilknoten formen
  4. Den zweiten Grinner binden
  5. Beide Teilknoten zusammenschieben
  6. Verbindung prüfen und kürzen

1. Die erste Schlaufe legen

Bilde mit dem ersten Arbeitsende eine Schlaufe neben dem gemeinsamen Schnurpaar.

2. Den ersten Grinner wickeln

Führe dieses Ende wiederholt durch seine Schlaufe und dabei um beide parallelen Stränge. Für einen ersten Versuch mit Monofil dienen etwa fünf saubere Windungen.

3. Ersten Teilknoten formen

Befeuchte und ziehe nur diesen Teilknoten vorsichtig zusammen. Er soll zunächst noch auf der gegenüberliegenden Schnur gleiten können.

4. Den zweiten Grinner binden

Binde mit dem zweiten Ende auf der anderen Seite einen zweiten Grinner um das gleiche Schnurpaar. Bei dünnem Geflecht werden häufig mehr Windungen benötigt als bei stärkerem Monofil.

5. Beide Teilknoten zusammenschieben

Befeuchte die Verbindung erneut und ziehe an den beiden tragenden Schnüren. Die Teilknoten gleiten zusammen und legen sich gegeneinander.

6. Verbindung prüfen und kürzen

Setze und prüfe die komplette Verbindung. Schneide die Enden erst nach dem Belastungstest zurück.

Daran erkennst du Probleme

Lose transparente Angelschnur über einem Korkgriff neben einer Schnurspule am Wasser
Schau auch die Schnurabschnitte neben der Verbindung an. Dieses Materialfoto zeigt weder die beiden Teilknoten noch eine bestimmte Beschädigung.

Prüfe beide Teilknoten: Jeder muss das gemeinsame Schnurpaar umfassen, nicht bloß seinen eigenen Strang. Lose, überkreuzte oder sehr unterschiedlich große Knotenkörper bindest du besser neu. Schlägt die Verbindung laut in den Ringen an, überdenke auch den gesamten Aufbau.

Häufige Fragen

Ist doppelter Grinner ein doppelter Durchgang durch eine Öse?

Nein. Gemeint sind zwei Grinner-Knotenkörper als Schnurverbindung.

Ist er automatisch besser als Alberto?

Nein. Entscheidend sind Materialpaarung, sauberer Sitz und nötiger Ringdurchlauf.

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Alle Angelknoten · Alle Angelmontagen · Angeln lernen

Quellen und fachliche Einordnung

Fachquellen zum Weiterlesen
  1. Dr. Catch: grinner knoten – Bindefolge, Verwendungszweck und Grenzen der Verbindung.
  2. Animated Knots: uni knot (Englisch) – Bindefolge, Verwendungszweck und Grenzen der Verbindung.
  3. NetKnots: double uni knot (Englisch) – Bindefolge, Verwendungszweck und Grenzen der Verbindung.

Quellen geprüft am 21.10.2026. Beschrieben ist die ausdrücklich genannte Variante; fremde Texte und Darstellungen werden nicht übernommen. Materialabhängige Angaben ersetzen keinen Test der eigenen Verbindung.