Kleine Gewässer, große Vielfalt: Was die IGB-Studie zeigt

Eine Freilandstudie an 206 Kleingewässern verbindet Artenvielfalt mit wichtigen Gewässerfunktionen. Was sich daraus für die Gewässerkunde ableiten lässt – und was offenbleibt.

Live

Artenreiche Kleingewässer können mehrere ökologische Aufgaben zugleich erfüllen. Das IGB berichtet am 15. Oktober 2026 über eine Freilandstudie an 206 Tümpeln und Teichen in sieben europäischen Ländern. Besonders die Vielfalt kleiner Lebewesen stand mit wichtigen Gewässerfunktionen in Zusammenhang.

Auch winzige Tiere zählen

Untersucht wurden Wasserpflanzen, kleine und große Wirbellose sowie Amphibien. Bei größerer Vielfalt des Zooplanktons – kleinen Tieren im freien Wasser – fanden die Forschenden weniger Methanemissionen und niedrigere Chlorophyll-a-Werte. Chlorophyll a dient als Hinweis auf das Algenwachstum. In trockenen Regionen war der Zusammenhang zwischen Vielfalt und Gewässerfunktionen stärker.

Was das für den Blick aufs Gewässer bedeutet

Für die Gewässerkunde lohnt sich deshalb ein Blick über die Fischarten hinaus: Zum Lebensraum gehören auch die kaum sichtbaren Organismen. Die Untersuchung beschreibt Zusammenhänge in Kleingewässern. Sie belegt nicht, dass zusätzlicher Fischbesatz einen Angelteich verbessert oder dass dieselben Effekte an jedem großen See auftreten.

Hohe Nährstoffbelastung ging damit einher, dass die Gewässer weniger unterschiedliche ökologische Aufgaben erfüllten. Eine konkrete Besatz-, Belüftungs- oder Sanierungsmaßnahme lässt sich aus dieser Meldung für ein einzelnes Gewässer nicht ableiten.

Quelle und Forschungsstand

Grundlage: IGB-Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026, geprüft am 23. Oktober 2026. Region: Europa, sieben Länder. Der wissenschaftliche Volltext ist noch nicht unabhängig geprüft.