Fischarten

Fischflossen erkennen: Namen, Lage und Aufgaben

Brust-, Bauch-, Rücken-, After- und Schwanzflossen ordnest du nach ihrer Lage zu. Für die Bestimmung zählen außerdem Zahl, Verbindung und Form.

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Beschriftete Körpermerkmale und Flossen eines barschartigen Fisches in Seitenansicht
Körpermerkmale am barschartigen Beispiel: Kiemendeckel, Seitenlinie und untere Flossen.

Diese Flossen solltest du zuordnen können

Flosse Lage Einordnung
Brustflossen Seitlich hinter der Kopfregion Paarig
Bauchflossen Je nach Art weiter vorn oder hinten an der Unterseite Paarig, bei manchen Arten fehlend oder umgebildet
Rückenflosse Auf der Oberseite Unpaarig, Zahl und Aufbau variieren
Afterflosse Unterseite hinter der Afteröffnung Unpaarig
Schwanzflosse Hinteres Körperende Unpaarig
Fettflosse Bei bestimmten Gruppen hinter der Rückenflosse Kleine zusätzliche Flosse

Flossen arbeiten zusammen

Beobachte einen schwimmenden Fisch, wenn sich die Gelegenheit ergibt: Mehrere Flossen arbeiten zusammen. Die Schwanzregion trägt bei vielen Arten wesentlich zum Antrieb bei, andere Flossen beeinflussen Lage und Richtung. Wie genau das aussieht, hängt von Körperform und Schwimmweise ab. Eine einzige feste Aufgabe pro Flosse passt deshalb nicht.

Vier gute Beispiele für die Bestimmung

Dorsch mit drei getrennten Rückenflossen und einer Kinnbartel
Dorsch mit drei getrennten Rückenflossen und einzelner Kinnbartel.

Beim Dorsch sind mehrere getrennte Rückenflossen zu sehen. Beim Kaulbarsch hängen der stachelige vordere und der weichere hintere Rückenflossenteil zusammen. Beim Aal bilden Rücken-, Schwanz- und Afterflosse einen zusammenhängenden Saum. Bei einer Äsche fällt die hohe Rückenfahne auf.

Merk dir solche Kombinationen. Eine Fettflosse allein reicht dir dagegen nicht für einen sicheren Artnamen.

Stachelstrahlen vorsichtig einordnen

Kaulbarsch mit verbundenen Rückenflossenteilen und dunklen Punkten
Kaulbarsch: Der stachelige und der weichere Rückenflossenteil hängen zusammen.

Schau bei einer geeigneten Lernabbildung auf die Flossenstrahlen. Harte Stachelstrahlen sehen anders aus als weichere, gegliederte Strahlen; auch die Verletzungsgefahr unterscheidet sich. Stell die Flossen eines lebenden Fisches deshalb nicht mit bloßen Fingern fürs Foto auf.

Achte außerdem auf Schäden. Ein eingerissener Flossenrand kann wie ein arttypischer Einschnitt wirken, obwohl die ursprüngliche Form anders aussieht.

Angelegte Flossen sind ein häufiger Stolperpunkt

Auf einem schrägen oder dunklen Foto können zwei getrennte Flossen zu einer einzigen verschmelzen. Eine Bauchflosse kann ganz verdeckt sein. Schreib dann nicht fehlend, sondern nicht erkennbar auf.

  1. Suche eine vollständige Seitenansicht.
  2. Ordne die Flossen nach ihrer Lage.
  3. Zähle nur tatsächlich erkennbare Teile.
  4. Vergleiche mit einer vollständigen Artbeschreibung.
  5. Halte offene Punkte fest.

Häufige Fragen

Hat jeder Fisch Bauchflossen?

Nein. Beim Aal fehlen sie beispielsweise.

Sind zwei Rückenflossen immer vollständig getrennt?

Nein. Teile können miteinander verbunden sein; genau das ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

Weiterlernen

Fischarten erkennen und unterscheiden · Schonzeiten und Mindestmaße richtig nachschlagen · Fischschonend angeln

Quellen zum Weiterlesen

Fachquellen öffnen
  1. LFV Bayern: Fischlexikon
  2. Oö. Landesfischereiverband: Aal
  3. Fischereiverband Vorarlberg: Aal
  4. Western Australia: Fish anatomy (Englisch)
  5. Texas Parks and Wildlife: Living in Water (Englisch)
  6. University of Hawaiʻi: Structure and Function (Englisch)

Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Ausländische Fachporträts dienen der Biologie; deren Fischereiregeln werden nicht auf Deutschland übertragen.