Auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name
- Gymnocephalus cernua
- Thema
- Erkennung und Lebensweise
Eine Rückenflosse mit zwei Bereichen
Beim Kaulbarsch schaust du zuerst auf die Rückenflosse. Ihr vorderer Teil mit kräftigen Stachelstrahlen ist mit dem weicheren hinteren Teil verbunden. Dazu passen der gelbliche bis olivbraune Körper, die unregelmäßigen dunklen Flecken und die relativ großen Augen im kräftigen Kopf.
Flussbarsch und Zander tragen getrennte Rückenflossen

Leg zum Vergleichen Flussbarsch und Zander daneben. Beim Flussbarsch fallen dunkle Querbänder und meist rötliche untere Flossen auf, beim Zander der gestreckte Körper und das große bezahnte Maul. Beim Kaulbarsch helfen dir besonders Fleckenbild und Rückenflossenverbindung. Ist die Flosse angelegt, kann genau diese Verbindung verborgen sein.
Bodennah in unterschiedlichen Gewässern

Kaulbarsche leben in Seen und langsameren Flussbereichen, häufig nahe am Grund. Auch mit trüberem Wasser können sie zurechtkommen. Die großen Augen sind dabei kein Beleg für eine ausschließlich nächtliche Lebensweise.
Kleine Beute aus dem Bodenbereich
Insektenlarven, kleine Krebse und andere Wirbellose sind wichtige Nahrung; weitere tierische Nahrung kann dazukommen. Vom kleinen Körper solltest du deshalb weder auf Pflanzenkost noch auf gefahrloses Anfassen schließen.
Stacheln kontrolliert im Blick behalten

Wenn sich ein Kaulbarsch im Kescher dreht, greif nicht blind um ihn herum. Rückenflossenstrahlen und Kiemendeckel können stechen. Leg Lösewerkzeug bereit, arbeite ruhig und drück die Flossen nicht gewaltsam zusammen.
Haftlaich im flachen Uferbereich

Im Frühjahr legen Kaulbarsche ihre Eier als klebrige Stränge beziehungsweise Pakete an flachen Stellen ab, etwa an Steinen und Wasserpflanzen. Das Laichgeschehen kann sich hinziehen. Du solltest deshalb nicht von einem einzigen gemeinsamen Laichtag aller Tiere ausgehen.
Deutschland 2023: auf der Vorwarnliste
Die deutsche Rote Liste 2023 führt Gymnocephalus cernua auf der Vorwarnliste (Datenstand Oktober 2022). Das ist eine andere Aussage als „ungefährdet“; zugleich ist die Vorwarnliste keine gesetzliche Schonzeit.
Dass die Art in manchen eingeführten Vorkommen außerhalb ihres natürlichen Areals Probleme verursacht, beschreibt nicht automatisch die Lage heimischer Bestände. Gebiet und Bewertungsjahr gehören deshalb immer zur Einordnung.
Häufige Fragen
Ist der Kaulbarsch ein junger Flussbarsch?
Nein, beide sind eigene Arten.
Sind seine Rückenflossen getrennt?
Nein. Der stachelige und der weichstrahlige Bereich bilden eine zusammenhängende Rückenflosse.
Weiterlernen
Fischarten erkennen und unterscheiden · Schonzeiten und Mindestmaße richtig nachschlagen · Fischschonend angeln
Quellen zum Weiterlesen
Fachquellen öffnen
Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Ausländische Fachquellen dienen der Biologie; deren Fischereiregeln werden nicht auf Deutschland übertragen.

