Auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name
- Scomber scombrus
- Thema
- Erkennung und Lebensweise
Ein Muster auf einem stromlinienförmigen Körper
Achte auf den blaugrün schimmernden Rücken mit seinen dunklen, unregelmäßigen Querzeichnungen. Der Bauch der Atlantischen Makrele bleibt weitgehend ungefleckt. Nach hinten wird der Körper immer schmaler und endet in einem kräftig gegabelten Schwanz. Hinter Rücken- und Afterflosse erkennst du die kleinen Flössel.
Verwandte Makrelen nicht übersehen
Eine ähnliche Zeichnung macht einen Fisch noch nicht sicher zur Atlantischen Makrele. Vergleiche auch die unteren Körperseiten, die Flossendetails und das Fanggebiet mit verwandten Arten. Die kleinen Flössel allein reichen nicht, und selbst beim Handelsnamen „Makrele“ lohnt sich ein genauerer Blick.
Schwärme im freien Wasser

Makrelen leben pelagisch – das heißt im freien Wasser, statt dauerhaft am Boden zu stehen. Wo sich die Schwärme aufhalten, verändert sich mit Jahreszeit, Temperatur und Nahrung. An einer Küstenstelle kann deshalb heute ein Schwarm stehen und später keiner mehr sein; ein Platz ist nicht automatisch den ganzen Sommer besetzt.
Plankton und kleine Fische
Tierisches Plankton und kleinere Fische gehören zur Nahrung. Die Zusammensetzung unterscheidet sich mit Größe, Ort und Jahreszeit. Makrelen selbst sind wiederum wichtige Beute größerer Meerestiere. Ein Schwarm ist Teil dieses Nahrungsnetzes und kein dauerhaft feststehender Fangplatz.
Ohne Schwimmblase unterwegs
Die Atlantische Makrele besitzt keine Schwimmblase zum regulierbaren Gasausgleich des Auftriebs. Ihre Lebensweise und ihr Körperbau passen zum aktiven Schwimmen. Daraus folgt jedoch keine pauschale Anleitung für den Umgang mit einem gefangenen Tier; Luftkontakt und Handhabung bleiben Belastungen.
Die Eier treiben im Wasser, die Laichzeit wandert mit der Region
Makrelen geben ihre Eier im freien Wasser ab, und zwar in mehreren Portionen. Eier und frühe Larven gehören zum Plankton. Strömung und Temperatur prägen diese Lebensphase; ein sommerlicher Schwarm vor der Küste ist deshalb nicht automatisch genau am Laichplatz.
Die Fortpflanzungszeiten verschieben sich zwischen den Meeresgebieten. Für die Nordsee, westlich Irlands und den westlichen Atlantik werden unterschiedliche Zeitfenster beschrieben. Daraus lässt sich keine einheitliche Schonzeit ableiten.
Ungefährdet in Deutschland ist keine Aussage über jeden Bestand
Die Rote Liste der Meeresfische Deutschlands von 2025 führt die Atlantische Makrele als ungefährdet (Datenstand Juli 2023). Diese Bewertung beschreibt die Art im deutschen Meeresgebiet.

Ein räumlich abgegrenzter Fischereibestand wird mit anderen Fragen und Kennzahlen untersucht. Lies aktuelle Bestandsbewertungen deshalb mit ihrem Gebiet und Jahr. Weder ein gut sichtbarer Schwarm noch die deutsche Kategorie garantiert überall einen gesunden Bestand oder eine erlaubte Entnahme.
Häufige Fragen
Hat die Atlantische Makrele eine Schwimmblase?
Nein. Scomber scombrus besitzt keine Schwimmblase.
Sind die kleinen Flössel ein sicheres Artmerkmal?
Sie sind hilfreich für die Gruppe, kommen aber auch bei verwandten Arten vor.
Weiterlernen
Fischarten-Übersicht (Entwurfsvorschau) · Schonzeiten und Mindestmaße (Entwurfsvorschau) · Fischschonend angeln
Quellen zum Weiterlesen
Fachquellen öffnen
- Thünen-Institut: Makrele
- Anglerverband Niedersachsen: Makrele
- Heintges: Atlantische Makrele
- Rote-Liste-Zentrum: Atlantische Makrele, Deutschland 2025
- Rote-Liste-Zentrum: Gebiet und Datenstand der Meeresfischbewertung
- FFESSM/DORIS: Scomber scombrus (Französisch)
- Institute of Marine Research: Makrele (Englisch)
- Marine Biological Association/MarLIN: Atlantische Makrele (Englisch)
- NOAA Fisheries: Atlantische Makrele (Englisch)
Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Biologische Angaben aus anderen Ländern sind keine deutschen Fischereiregeln. Bewertungen gelten für das jeweils genannte Gebiet und Jahr.
