Fischarten

Nase erkennen: unterständiges Quermäulchen mit harter Lippe

Die Nase erkennst du am unterständigen Quermäulchen mit harter Lippe. So unterscheidest du sie von der Rußnase und verstehst ihre Lebensweise.

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Auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name
Chondrostoma nasus
Thema
Erkennung und Lebensweise

Die Schnauze steht vor dem Maul

Bei der Nase lohnt sich ein genauer Blick unter die Schnauze. Der Körper ist gestreckt und silbrig, die Flossen können rötlich wirken. Unter der stumpf vorspringenden Schnauze liegt das Maul quer; die kantige Unterlippe hilft beim Erkennen. Barteln wie bei der Barbe fehlen.

Nase und Rußnase unterscheiden

Auch die Rußnase besitzt eine auffällige Schnauze. Entscheidend sind die Maulöffnung und die übrigen Körpermerkmale: Die Nase zeigt ein quer verlaufendes Schabemaul mit harter Unterlippe; die Rußnase besitzt eine eher hufeisenförmige Öffnung.

Ein Foto der Schnauze von oben reicht zum Vergleich nicht. Nutze gute Seiten- und vorsichtige Kopfansichten. Am Maul zu ziehen oder es für ein Foto zu verändern hilft dem Fisch nicht und ist für die Bestimmung unnötig.

Strömung, Kies und verbundene Flussabschnitte

Kleiner Fluss mit Kiesbank, Ufergehölzen und unterschiedlichen Strömungsbereichen
Beispiel eines Flussabschnitts mit Kiesbank, Deckung und wechselnder Strömung.

Nasen nutzen besonders strömende Flüsse mit geeigneten Bodenflächen. Sie bilden Schwärme und können zur Fortpflanzung wandern. Freie Wanderwege und ein vielfältiges Ufer sind daher ebenso wichtig wie der einzelne Standplatz.

Aufwuchs wird vom Untergrund geschabt

Mit ihrer harten Unterlippe schabt die Nase Algenaufwuchs von festen Flächen ab. Dabei nimmt sie auch kleine Organismen auf, die darin sitzen. Pflanzliche Nahrung spielt bei ihr eine große Rolle – deutlich anders als bei vielen anderen silbrigen Flussfischen.

Flache Kiesplätze brauchen Schutz

Flach überströmter Kies und größere Steine in einem Fluss
Beispiel eines überströmten kiesigen Gewässergrunds.

Zur Fortpflanzung werden passende kiesige Bereiche aufgesucht. Die Eier und späteren Larven sind auf geeignete Bedingungen am und im Untergrund angewiesen. Feinsediment und fehlende Durchströmung können Probleme verursachen. Betrete beobachtete Laichplätze nicht.

Deutschland 2023: Vorwarnliste statt pauschal vom Aussterben bedroht

Die Nase wird in der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 auf der Vorwarnliste geführt (Datenstand Oktober 2022). Diese Bewertung darfst du nicht mit einer regionalen Einstufung aus einem anderen Land gleichsetzen.

Beschriebene Muster-Checkliste mit offenen Prüffeldern zu Artbestimmung, Schonzeit, Mindestmaß und örtlichen Angelregeln
Muster-Checkliste: Art bestimmen und die aktuellen Regeln des konkreten Gewässers vor dem Angeln prüfen.

Ihre Lebensräume brauchen durchgängige Flussabschnitte, geeignete Kiesflächen und geschützte Bereiche für Jungfische. Feines Sediment kann Kieszwischenräume zusetzen. Welche Maßnahmen vor Ort helfen und welche Fischereiregeln gelten, richtet sich nach dem konkreten Gewässer.

Häufige Fragen

Hat die Nase Barteln?

Nein. Vier Barteln würden beispielsweise eher zur Barbe passen.

Ist jede vorspringende Schnauze eine Nase?

Nein. Auch andere Arten besitzen eine ähnliche Kopfform; Maul und Körpermerkmale müssen gemeinsam passen.

Weiterlernen

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Quellen zum Weiterlesen

Fachquellen öffnen
  1. NÖ Landesfischereiverband: Nase und Abgrenzung zur Rußnase
  2. NÖ Landesfischereiverband: Rußnase als Vergleich
  3. Oö. Landesfischereiverband: Nase
  4. LFV Bayern: Nase
  5. Fischereiverband Vorarlberg: Nase
  6. Oö. Landesfischereiverband: Rußnase als Vergleich
  7. Rote-Liste-Zentrum: Süßwasserfische Deutschlands 2023

Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Biologische Angaben aus anderen Ländern sind keine deutschen Fischereiregeln. Bewertungen gelten für das jeweils genannte Gebiet und Jahr.