Auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name
- Lota lota
- Thema
- Erkennung und Lebensweise
Kurze erste, lange zweite Rückenflosse
Achte auf die Flossenfolge: Hinter einer kurzen vorderen Rückenflosse sitzt eine sehr lange zweite. Auch die Afterflosse ist lang, während die Schwanzflosse abgerundet bleibt. Unter dem Maul erkennst du die einzelne Kinnbartel. Weil der Körper nach hinten schmaler wird, kann die Quappe auf den ersten Blick aalähnlich wirken.
Quappe oder Aal?

Beim Aal fehlen diese Kinnbartel und die beiden getrennten Rückenflossen. Stattdessen hat er einen zusammenhängenden Flossensaum. Noch ein Unterschied: Die Quappe besitzt weit vorn liegende Bauchflossen, der Aal überhaupt keine. Vergleiche diese Merkmale, bevor du dich an Farbe oder Länge festhältst.
Kühle Seen und Flüsse

Quappen nutzen geeignete Fließgewässer und Seen. Sie halten sich häufig bodennah auf und finden in Strukturen Deckung. Die Art ist an kühlere Bedingungen angepasst. Daraus folgt nicht, dass sie außerhalb des Winters grundsätzlich keine Nahrung aufnimmt.
Tierische Nahrung mit wechselnder Größe
Quappen fressen wirbellose Tiere und mit zunehmender Größe auch Fische. Oft sind sie in der Dämmerung oder nachts aktiv. Wie sie sich verhalten, hängt aber ebenso von Jahreszeit und Lebensraum ab. Ein fester Stundenplan passt deshalb nicht für alle Gewässer.
Fortpflanzung im kalten Wasser
Die Quappe laicht typischerweise in der kalten Jahreszeit. Damit unterscheidet sie sich von vielen bekannten Karpfenfischen. Geeignete Laich- und Jungfischlebensräume sowie erreichbare Verbindungen zwischen den Gewässerteilen bleiben wichtig. Die örtliche Schonzeit musst du separat nachschlagen.
Stark gefährdet in Deutschland – der kühle Lebensraum zählt
Die Quappe wird in der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 als stark gefährdet geführt (Kategorie 2; Datenstand Oktober 2022). Gegenüber der Vorwarnliste von 2009 hat sich die Einstufung verschlechtert.
Der Bericht beschreibt rückläufige Bestände und diskutiert unter anderem erhöhte Gewässertemperaturen und das Trockenfallen von Flussabschnitten als mögliche Belastungen. Die Ursachen sind nicht überall abschließend geklärt. Erreichbare Laichplätze und passende Jungfischlebensräume bleiben ebenfalls wichtig.
Häufige Fragen
Ist die Quappe ein Aal?
Nein. Sie gehört zu den Dorschartigen und besitzt unter anderem eine Kinnbartel und zwei Rückenflossen.
Heißt Quappe auch Rutte?
Ja. Rutte beziehungsweise Aalrutte sind gebräuchliche regionale Namen für Lota lota.
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Fischarten-Übersicht (Entwurfsvorschau) · Schonzeiten und Mindestmaße (Entwurfsvorschau) · Fischschonend angeln
Quellen zum Weiterlesen
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Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Biologische Angaben aus anderen Ländern sind keine deutschen Fischereiregeln. Bewertungen gelten für das jeweils genannte Gebiet und Jahr.

