Auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name
- Oncorhynchus mykiss
- Thema
- Erkennung und Lebensweise
Schwanzflosse und Flanke zusammen betrachten

Schau besonders auf die Schwanzflosse: Meist ist sie deutlich dunkel gepunktet. Das Seitenband kann dagegen im silbrigen Körper kaum auffallen oder kräftig rosa leuchten. Hinter der Rückenflosse sitzt die Fettflosse. Die typische Forellenform allein verrät dir noch nicht die Art.
Bachforelle und Regenbogenforelle trennen

Zum Vergleich: Bei Bachforellen findest du häufig rote und dunkle Tupfen am Körper, ihre Schwanzflosse ist gewöhnlich weniger dicht gepunktet. Die Farben können bei beiden Arten variieren. Sieh dir deshalb Schwanzflosse, Flankenband und die übrige Punktverteilung gemeinsam an. Ein einzelner roter Fleck reicht nicht.
Ursprünglich aus dem pazifischen Raum
Die Regenbogenforelle stammt aus dem nordpazifischen Raum. Ihre europäischen Vorkommen hängen stark mit Einführung, Zucht und Besatz zusammen. Ein Besatz kann die Herkunft eines Bestands erklären. Ob sich die Fische in einem bestimmten Gewässer natürlich vermehren, ist damit noch nicht bewiesen.
Tierische Nahrung in verschiedenen Größen
Insektenlarven, weitere wirbellose Tiere und bei größeren Exemplaren auch Fische gehören zur Nahrung. In Zuchtanlagen kommt Fütterung hinzu. Das Verhalten im Teich lässt sich deshalb nicht unverändert auf einen Fluss übertragen.
Steelhead gehört zur selben Art
Im natürlichen Verbreitungsgebiet gibt es Regenbogenforellen, die zur Nahrungsaufnahme ins Meer ziehen und zum Laichen ins Süßwasser zurückkehren. Diese Wanderform heißt Steelhead. Sie gehört wie die ständig im Süßwasser lebenden Tiere zu Oncorhynchus mykiss.
Silberne Farbe allein belegt keine solche Wanderung. Für eine sichere Aussage zur Lebensgeschichte reichen ein Handelsname oder ein Fangfoto nicht.
Eier im Kies statt Nachwuchs in jedem Besatzteich

Bei natürlicher Fortpflanzung sucht das Weibchen geeignete Kiesstellen im Fließgewässer auf und schlägt mit dem Schwanz eine Laichgrube. Eier und Samen werden dort abgegeben; der Kies schützt die sich entwickelnden Eier. Zeitpunkt und Entwicklung hängen von Herkunft und Bedingungen ab. Zuchtstämme können andere Laichzeiten zeigen als Wildbestände.
In Deutschland kommt natürliche Vermehrung vor, ist aber kein selbstverständlicher Bestandteil jedes Vorkommens. Ein besetzter Teich mit erwachsenen Regenbogenforellen ist noch kein Nachweis eines selbsttragenden Bestands.
Deutschland 2023: nicht bewertet
Die deutsche Rote Liste 2023 führt die eingeführte Regenbogenforelle als nicht bewertet (♦), nicht als „ungefährdet“. Datenstand der Liste ist Oktober 2022. Diese Einstufung darfst du nicht auf einzelne Wildbestände im ursprünglichen Verbreitungsgebiet übertragen.

Für Deutschland ist außerdem die Wirkung auf heimische Arten eine andere Frage als die Gefährdung der Regenbogenforelle selbst. Besatz, Fang und Entnahme richten sich nach den jeweiligen Vorschriften; aus der Herkunft der Art folgt keine pauschale Erlaubnis.
Häufige Fragen
Ist Steelhead eine eigene Fischart?
Nein. Gemeint ist die wandernde Lebensform von Oncorhynchus mykiss.
Hat jede Regenbogenforelle ein kräftiges rosa Band?
Nein. Licht, Lebensraum, Alter und Fortpflanzungszustand verändern die Färbung. Prüfe auch die dunklen Punkte auf den Flossen.
Weiterlernen
Fischarten – Entwurfsvorschau · Schonzeiten und Mindestmaße – Entwurfsvorschau · Fischschonend angeln
Quellen zum Weiterlesen
Fachquellen öffnen
- Rote Liste der Süßwasserfische Deutschlands 2023
- LFV Oberösterreich: Regenbogenforelle
- LFV Bayern: Regenbogenforelle
- Alaska Department of Fish and Game: Regenbogenforelle und Steelhead (Englisch)
- Michigan DNR: Merkmale und Fortpflanzung (Englisch)
- FAO: Biologie und Zuchtstämme der Regenbogenforelle (Englisch)
- US Fish and Wildlife Service: Lebensformen (Englisch)
Geprüft am 22. Oktober 2026. Biologische Angaben aus ausländischen Fachquellen sind keine Fischereiregeln für Deutschland. Bewertungsgebiet und Jahr stehen bei der jeweiligen Gefährdungsangabe.
