Auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name
- Rutilus rutilus
- Thema
- Erkennung und Lebensweise
Drei Hinweise ergeben das Bild

Der erste Eindruck ist meist silbrig an den Flanken und dunkler am Rücken; häufig wirkt die Iris rötlich. Schau danach genauer hin: Das Maul ist klein und weitgehend endständig. Besonders hilfreich ist der Rückenflossenbeginn, der ungefähr über dem Ansatz der Bauchflossen liegt.
Rotauge und Rotfeder nicht nach dem Namen sortieren
Im Schwarm in ruhigerem Wasser
Ein vielseitiger Nahrungssucher
Rotaugen fressen kleine wirbellose Tiere und Plankton, aber auch pflanzliche Nahrung und Algen. Was davon überwiegt, hängt von Größe und Angebot ab. An diesem breiten Nahrungsspektrum siehst du, warum das Wort Friedfisch keine reine Pflanzenkost bedeutet.
Haftende Eier im bewachsenen Flachwasser

Rotaugen laichen im Frühjahr in flachen Uferbereichen. Die klebrigen Eier haften an Pflanzen, Wurzeln und anderen geeigneten Strukturen. Die Männchen können zur Laichzeit kleine helle Knötchen tragen, den sogenannten Laichausschlag.
Der Ablauf hängt von Temperatur und Gewässer ab. Ein biologisches Laichfenster ist keine Schonzeit. Bewachsene Ufer dienen nicht nur den erwachsenen Fischen: Eier und frühe Entwicklungsstadien brauchen diese Strukturen ebenfalls.
Deutschland 2023: ungefährdet
Die Rote Liste der deutschen Süßwasserfische 2023 führt das Rotauge unter dem Namen Plötze als ungefährdet (*). Bewertungsstand ist Oktober 2022. Die bundesweite Kategorie schließt örtliche Rückgänge nicht aus.
Häufige Fragen
Heißt die Plötze auch Rotauge?
Ja. Beide Namen werden für Rutilus rutilus verwendet.
Muss das Auge kräftig rot sein?
Die Färbung variiert. Eine schwache Rotfärbung schließt die Art nicht allein aus.
Weiterlernen
Fischarten – Entwurfsvorschau · Schonzeiten und Mindestmaße – Entwurfsvorschau · Fischschonend angeln
Quellen zum Weiterlesen
Fachquellen öffnen
Geprüft am 22. Oktober 2026. Biologische Angaben aus ausländischen Fachquellen sind keine Fischereiregeln für Deutschland. Bewertungsgebiet und Jahr stehen bei der jeweiligen Gefährdungsangabe.




