Fischarten

Steinbutt erkennen: runder Plattfisch mit Knochenhöckern

Beim Steinbutt treffen ein fast runder Körper, links liegende Augen und knöcherne Höcker auf der Augenseite zusammen. Haut und Körperumriss helfen dir, ihn vom Glattbutt zu unterscheiden.

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Auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name
Scophthalmus maximus
Thema
Erkennung und Lebensweise

Fast rund und kräftig gebaut

Beginne mit der breiten, rundlichen Körperform, die sich deutlich von Scholle oder Seezunge unterscheidet. Beide Augen sitzen gewöhnlich links, das Maul ist relativ groß. Die Augenseite trägt meist ein variables sandbraunes bis graues Fleckenmuster.

Knöcherne Höcker als wichtiger Hinweis

Suche auf einer geeigneten Ansicht nach den verstreuten festen Höckern der Augenseite. Sie helfen besonders beim Vergleich mit dem Glattbutt. Reibe dafür nicht scheuernd über den Fisch. Seine Körperfarbe ist als Einzelmerkmal wenig hilfreich, weil sie sich dem Untergrund anpassen kann.

Steinbutt oder Glattbutt: Haut und Umriss zusammen lesen

Hinweis Steinbutt Glattbutt
Augen Gewöhnlich links Ebenfalls links
Körperumriss Sehr breit, annähernd rund Eher länglicher und schlanker
Augenseitige Haut Keine normale Beschuppung, feste Knochenhöcker Kleine glatte Schuppen statt solcher Höcker

Die Augenlage allein trennt Steinbutt und Glattbutt also nicht. Vergleiche am besten eine seitliche Gesamtansicht mit einer Aufnahme der Hautstruktur. Taste dabei nicht mit den Fingern nach verborgenen Höckern und reibe nicht über die Oberfläche. Auch die Färbung allein reicht zur Bestimmung nicht.

Sand, Kies und gemischte Meeresböden

Steinbutte nutzen geeignete Meeresböden und können sich dort tarnen. Jungfische kommen auch küstennah vor. Der Aufenthaltsort hängt von Alter und Region ab. Eine flache Küstenbeobachtung schließt diese Art deshalb nicht aus.

Mit zunehmender Größe wird Fischbeute wichtiger

Junge Steinbutte nutzen kleinere Wirbellose. Bei größeren Tieren sind Fische ein wesentlicher Teil der Nahrung, darunter bodennahe und frei schwimmende Arten. Ein Steinbutt ist damit ein gutes Gegenbeispiel zur Vorstellung, alle Plattfische würden hauptsächlich Würmer aus dem Sediment sammeln. Das große Maul und die breite Körperform passen zu einem am Grund getarnten Räuber.

Die Larve beginnt ohne fertige Plattfischgestalt

Die Laichperiode liegt je nach Meeresgebiet im Frühjahr oder Sommer. Eier und Larven schweben zunächst frei im Wasser. Später wandert das rechte Auge zur linken Körperseite; die Jungfische gehen zum Bodenleben über. Flache Küstenbereiche können dabei als Aufwuchsraum dienen. Die Augenwanderung ist Entwicklung, kein Hinweis auf einen verletzten Fisch.

Deutsche Meeresgewässer: Bewertung von 2025

Die Rote Liste der marinen Fische Deutschlands 2025 stuft den Steinbutt als ungefährdet (*) ein. Andere Bewertungsräume und ältere Listen können andere Kategorien verwenden. Auch die fischereiliche Lage eines einzelnen Bestands ist eine eigene Frage. Für Fang und Umgang zählen die aktuellen Bestimmungen des konkreten Gebiets; die Rote-Liste-Kategorie ersetzt sie nicht.

Häufige Fragen

Ist der Steinbutt normalerweise rechtsäugig?

Typischerweise liegen seine Augen links.

Hat er normale sichtbare Schuppen?

Kennzeichnend sind verstreute knöcherne Höcker auf der Augenseite statt eines gewöhnlichen Schuppenkleids.

Weiterlernen

Fischarten erkennen und unterscheiden (Entwurfsvorschau) · Schonzeiten und Mindestmaße richtig nachschlagen (Entwurfsvorschau) · Fischschonend angeln (Entwurfsvorschau)

Quellen zum Weiterlesen

Fachquellen öffnen
  1. Rote-Liste-Zentrum: Meeresfische Deutschlands 2025
  2. Rote-Liste-Zentrum: Steinbutt, Artbewertung
  3. Thünen-Institut: Steinbutt-Biologie
  4. FFESSM/DORIS: Steinbutt und Glattbutt (Französisch)
  5. Havforskningsinstituttet: Steinbutt (Norwegisch)
  6. Havforskningsinstituttet: Glattbutt zum Vergleich (Norwegisch)
  7. Marine Biological Association/MarLIN: Steinbutt (Englisch)

Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Gefährdungsbewertungen gelten für das genannte Gebiet und Bewertungsjahr. Ausländische Fachquellen dienen der Biologie; deren Rechtsangaben werden nicht auf Deutschland übertragen.