Fischarten

Ukelei erkennen: silbriger schlanker Fisch mit oberständigem Maul

Die Ukelei, auch Laube genannt, glänzt silbrig und hat ein nach oben gerichtetes Maul. Für die Bestimmung schaust du zusätzlich auf Afterflosse und Seitenlinie. Moderlieschen und Schneider sehen ähnlich aus, unterscheiden sich aber an diesen Merkmalen.

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Auf einen Blick

Wissenschaftlicher Name
Alburnus alburnus
Thema
Erkennung und Lebensweise

Silberglanz und schlanke Form

Die stark silbrig glänzenden Flanken und der dunklere Rücken fallen zuerst auf. Dazu kommen der lange, seitlich abgeflachte Körper, das nach oben gerichtete Maul und die Afterflosse mit ihrer vergleichsweise langen Basis. Die Schuppen können sich leicht lösen. Berühre den Fisch nicht unnötig; das erschwert zusätzlich die Bestimmung.

Ukelei, Moderlieschen oder Schneider?

Art Seitenlinie Weiterer Hinweis
Ukelei, Alburnus alburnus Über die Körperseite verlaufend Oberständiges Maul und lange Afterflossenbasis
Moderlieschen, Leucaspius delineatus Nur ein kurzes Stück hinter dem Kopf Ebenfalls kleines oberständiges Maul
Schneider, Alburnoides bipunctatus Dunkel eingefasst, wie eine Naht Maul nicht so deutlich nach oben gerichtet

Vergleiche die Merkmale gemeinsam. Ein blauer oder silbriger Lichtstreifen ist noch keine sichtbar nachgewiesene Seitenlinie. Auf einem überstrahlten Foto verschwinden feine Poren und dunkle Ränder schnell. Fehlen diese Details, lässt du den sicheren Artnamen offen.

Ein Schwarmfisch für ruhigeres Wasser

Ukeleien leben in Seen und langsam fließenden Gewässerabschnitten. Häufig siehst du sie als Gruppe im oberen Wasserbereich und nahe am Ufer. Ihr Aufenthaltsort bleibt aber nicht über alle Jahreszeiten gleich: Temperatur, Nahrung und weitere Bedingungen verändern die Verteilung. Ein oberflächennaher Schwarm passt zur Art, beweist sie jedoch nicht.

Plankton und Insekten gehören zusammen

Tierisches Plankton, kleine Insektenlarven und auf das Wasser gefallene Insekten gehören zum Spektrum. Das nach oben gerichtete Maul hilft bei der Nahrungssuche an der Oberfläche. Ukeleien bleiben trotzdem nicht auf Anfluginsekten beschränkt. Gleichzeitig sind sie selbst Nahrung für größere Fische und damit Teil des Nahrungsnetzes.

Klebrige Eier an flachen Uferstrukturen

Im Frühjahr bis Frühsommer laichen Ukeleien in geeigneten flachen Bereichen. Die klebrigen Eier haften unter anderem an Steinen, Wurzeln oder Pflanzen. Solche Strukturen sind daher mehr als bloße Deckung. Der genaue Verlauf hängt vom Gewässer ab; aus einer regionalen Laichzeit wird keine bundesweit gültige Schonzeit.

Halte Abstand zu sichtbaren Laichansammlungen. Auch ein häufiger kleiner Schwarmfisch braucht passende Fortpflanzungsbedingungen und darf nicht nur als verfügbare Köderfischquelle betrachtet werden.

Deutschland 2023: ungefährdet

Die deutsche Rote Liste der Süßwasserfische 2023 führt Alburnus alburnus als ungefährdet (*). Das ist eine Artbewertung für Deutschland, keine Garantie für jeden örtlichen Bestand. Welche Regeln für Fang, Verwendung und Umgang gelten, prüfst du für das konkrete Gewässer gesondert.

Häufige Fragen

Sind Laube und Ukelei verschiedene Arten?

Die Namen werden für Alburnus alburnus verwendet.

Ist die Seitenlinie so kurz wie beim Moderlieschen?

Nein. Bei der Ukelei verläuft sie über die Körperseite.

Weiterlernen

Fischarten erkennen und unterscheiden (Entwurfsvorschau) · Schonzeiten und Mindestmaße richtig nachschlagen (Entwurfsvorschau) · Fischschonend angeln (Entwurfsvorschau)

Quellen zum Weiterlesen

Fachquellen öffnen
  1. Rote-Liste-Zentrum: Ukelei, Deutschland 2023
  2. LFV Oberösterreich: Laube
  3. LFV Bayern: Ukelei, Moderlieschen und Schneider
  4. Fischereiverband Vorarlberg: Laube
  5. LFV Oberösterreich: Moderlieschen zum Vergleich
  6. LFV Oberösterreich: Schneider zum Vergleich
  7. NÖ Landesfischereiverband: Schneider und Laube im Vergleich

Quellen geprüft am 22. Oktober 2026. Gefährdungsbewertungen gelten für das genannte Gebiet und Bewertungsjahr. Ausländische Fachquellen dienen der Biologie; deren Rechtsangaben werden nicht auf Deutschland übertragen.